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Margarete Reuter

Margarete Reuter werden Vorhaltungen gemacht, die sich auf zwei Jahre zurück liegende Ereignisse beziehen. Gemeinsam mit Studienkolleginnen stand sie häufig auf dem Balkon des Seminargebäudes, um den Insassen des benachbarten Gefängnisses in der Klosterstraße mit dem Gesang von Liedern Trost zu spenden.

Lebenslauf
03.04.1928

Geboren in Hohenkirchen bei Wismar

1934

Einschulung in Hohenkirchen

1945

Abschluss der Mittelschule in Wismar.

1945-1947

Tätigkeit auf dem elterlichen Hof

1947 - 48

Neulehrerausbildung in Stralsund

1948 - 49

Schulamtsanwärterin in Groß-Woltersdorf bei Wismar.

1949-1951

Besuch des Katechetischen Seminars in Schwerin.

Herbst 1951

Katechetin in Brüel

27.02.1953

Verhaftung, anschließend zum Verhör nach Sternberg

28.02.1953

Überstellung in das Brüeler Gefängnis

18.03.1953

Nach weiteren Verhören in Sternberg Transport in die Haftanstalt am Demmlerplatz

27.05.1953

Verurteilung durch den 1. Strafsenat des Landgerichts Schwerin zu einer Zuchthausstrafe von acht Jahren und Vermögenseinzug

05.06.1953

Antritt der Strafhaft im Frauengefängnis Bützow

Mai 1954

Herabsetzung der Zuchthausstrafe auf vier Jahre

22.12.1955

Vorzeitige Entlassung nach Hohenkirchen

01.09.1956

Wiederaufnahme der Katechetischen Arbeit in Kühlungsborn

03.12.1957

Heirat mit Pastor Ludwig Wegener

04.12.1957

Übernahme der Pfarre in Groß Varchow, Kreis Waren

04.11.1992

Rehabilitierungsbeschluss des Landgerichts Schwerin über die Anerkennung der zu Unrecht verbüßten Haftstrafe

1996

Pensionierung

2004

Tod des Ehemanns

Margarete Reuter als Untersuchungsgefangene des MfS, 1953