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Aktuelle Meldung

30.06.2015, 19.00 - 20.30 Uhr
Dokumentationszentrum Schwerin

„Stasi, KSZE und Menschenrechte in der DDR“.
Vortrag und Diskussion mit Dr. Douglas Selvage (Berlin).

Von der Unterzeichnung der Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in Helsinki im August 1975 erhofften sich die kommunistischen Regierungen Osteuropas eine Stabilisierung ihrer Regime. Zum Unmut der SED beriefen sich aber die Bürger der DDR auf das in der Schlussakte verbriefte Menschenrechtsprinzip und die versprochenen menschlichen Erleichterungen. In der DDR forderten mehrere Gruppen ihre verbrieften Menschenrechte ein. Der Anstieg der Ausreiseanträge, die sich auf die Schlussakte bezog, sowie die grenzübergreifenden Verbindungen alarmierten die SED. Zusammen mit anderen staatlichen Stellen sollte das MfS diese Kontakte unterbinden,  DDR-Menschenrechtsaktivisten mundtot machen und die Ausreisebewegung zurückdrängen. Der Referent erläutert die Hintergründe des KSZE-Prozess, dessen Folgen und das damit im Zusammenhang stehende Wirken der Staatssicherheit.

Dr. Douglas Selvage ist Projektleiter in der Abteilung Bildung und Forschung beim BStU.

Moderiert wird die Veranstaltung von der Leiterin der BStU-Außenstelle Schwerin Corinna Kalkreuth.

Kontakt:
Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland
Obotritenring 106 I 19053 Schwerin
Tel: 0385-745299-11
E-Mail: dokuzentrum-schwerin@lpb.mv-regierung.de  

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