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Aktuelle Meldung

09.05.2015, 11-16.30 Uhr
Dokumentationszentrum Schwerin

Der 8. Mai 1945 - Die andere Seite der Befreiung.

Am 8. Mai 2015 begehen wir den siebzigsten Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges mit 55 Millionen Toten und der Befreiung von der NS-Diktatur. Mit dem 8. Mai 1945 und der Zeit danach, sind neben der Freude über die Befreiung vom Nationalsozialismus jedoch zugleich die unterschiedlichsten, auch gegensätzlichen, historischen Erfahrungen, Sichtweisen und Gefühle verbunden.

Während sich die Bundesrepublik in ihren Gründungsjahren schwer mit der Erinnerungspolitik tat – symbolisierte der 8. Mai doch Befreiung und Niederlage zugleich – stilisierte die DDR das Datum um „Tag der Befreiung des deutsches Volkes vom Hitlerfaschismus durch die Rote Armee“ jedoch ohne dabei die Frage nach der eigenen Schuld zu thematisieren.

Der „Tag der Befreiung“ wurde zugleich zum Auftakt der Errichtung einer neuen Diktatur in Ostdeutschland.  Viele, die für die Befreiung vom Nationalsozialismus gekämpft hatten, sahen sich alsbald um ihre Hoffnungen betrogen oder gar selbst wieder neuer Verfolgung ausgesetzt. In unserer Tagung möchten wir auf die Folgen der Befreiung für die Sowjetische Besatzungszone und spätere DDR eingehen. Wir beschäftigen uns mit der Errichtung der stalinistischen Diktatur in Ostdeutschland im Kontext Osteuropas, mit dem Umgang mit NS-Funktionären und Tätern in der SBZ/DDR und mit Formen des Antisemitismus vor 1989 in Ostdeutschland.

Sie sind herzlich eingeladen.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Information und Anmeldung
Martin Klähn, Politische Memoriale
E-Mail: m.klaehn@polmem-mv.de
Tel. 0385-758 7311 


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